Ruderordnung

Ruderordnung2018-07-11T09:21:53+00:00

 

§ 1: Ermächtigung, Inkrafttreten und Zweck

(1)       Diese Ruderordnung wurde gemäß § 13 der Satzung des Wassersport-Vereins Waldshut e.v. durch den Vorstand am 11.12.2013 beschlossen.

(2)       Die Ruderordnung tritt mit der oben genannten Beschlussfassung in Kraft. Die Bekanntgabe erfolgt durch Aushang im Bootshaus und durch Veröffentlichung auf der homepage unter www.wvwev.de.

(3)       Sinn  und  Zweck  dieser  Ordnung  ist  die  Organisation  des  Ruderbetriebs, sowie die Vermeidung von Unfällen, Personen- und Sachschäden.

§ 2: Zuständigkeiten

(1)       Der  Rudersportbetrieb  wird  von  den  durch  den  Vorstand  bestimmten Ruderwarten, das Training zum Leistungssport vom Trainer oder seinem Stellvertreter (den Trainern) geleitet.

(2)       Zu den im Bootshaus angegebenen Ruderzeiten ist ein Ruderwart anwesend. Zu  anderen  Zeiten  kann  nur mit Zustimmung eines Ruderwarts gerudert werden.

(3)       Den Anweisungen der Ruderwarte bzw. der Trainer ist Folge zu leisten. Sie bestimmen  nach  Maßgabe  von  §  4,  ob  der  Ruderbetrieb  möglich  ist, bestimmen  über  die  Zusammensetzung  der  Mannschaften  und  benennen einen verantwortlichen Obmann. Wird ein Obmann nicht anderweitig bestimmt, hat der Schlagmann diese Position inne.

§ 3: Ruderbetrieb

(1)       Die Benutzung der Boote ist nur Mitgliedern gestattet, die schwimmen können. Über  die  Mitnahme  von  Gästen  in  vereinseigenen  Booten  entscheidet  der Ruderwart.  Gäste  müssen  vor  Antritt  der  Fahrt  bestätigen,  dass  sie schwimmen können.

(2)       Jede  Bootsfahrt  muss  vor  Antritt  in  das  Fahrtenbuch mit der beabsichtigten Fahrtstrecke eingetragen  werden. Nach der Rückkehr ist die Eintragung zu vervollständigen. Werden Boote zum Zwecke von Wanderfahrten, Regatten oä. vom Vereinsgelände entfernt, ist auch dies vor Fahrtantritt im Fahrtenbuch einzutragen.

(3)       Jeder  Ruderer  hat  während  der  Fahrt  auf  Hindernisse,  Veränderungen  der Wasser-  und  Wetterverhältnisse  und  andere  Gefahren  zu  achten.  Treten einzelne oder mehrere der unter § 4 Abs. 1 näher bezeichneten Umstände auf, ist die Fahrt zu beenden.

(4)       Die Boote sind nach jeder Fahrt gründlich zu reinigen. Bootsschäden sind im

Fahrtenbuch sowie im Schadensbuch zu vermerken. Bei grober Fahrlässigkeit oder Vorsatz entscheidet der Vorstand über Art und Höhe des zu leistenden Ersatzes.  Dem  Schädiger  steht  es  frei,  nachzuweisen,  dass  ein  geringerer Schaden entstanden ist.

(5)       Die Ruderstrecke ist begrenzt von Aaremündung bis Stauwehr Dogern. Es gilt der  Streckenplan  am  Fahrtenbuch.  Für  Einer  und  Riemenzweier  ist  die Ruderstrecke  begrenzt  auf  Aaremündung  und  Kernkraftwerk  Leibstadt.  Bei Anfängerbooten  oder  widrigen  Witterungsverhältnissen  entscheidet  der Ruderwart über eine weitere Einschränkung der Ruderstrecke.

(6)       Stromaufwärts  muss  auf  Schweizer  Seite,  stromabwärts  im  Bereich Rheinmitte bis deutsches Ufer gerudert werden.

(7)       Nachtfahrten  sind  nicht  erlaubt.  Ausnahmen  sind  nach  Genehmigung  durch den Vorstand möglich. In diesem Fall haben sämtliche beteiligten Boote ein gut  sichtbares,  weißes  Rundumlicht  zu  führen.  Nachtfahrten  sind  grundsätzlich durch ein Motorboot zu begleiten. Darüber hinaus ist die Besatzung des Fährschiffs zu informieren.

(8)       Grundsätzlich gilt die Schifffahrtsordnung in der aktuellen Fassung.

§ 4: Einschränkung des Ruderbetriebs

(1)       Der zuständige Ruderwart kann ein Ruderverbot aussprechen. Hierbei hat er vor allem folgende Umstände zu berücksichtigen:

  • Luft- und Wassertemperatur
  • Hochwasser bzw. starke Strömung
  • Windstärke
  • Wellengang und Treibholzmenge
  • Sichtweite (z.B. Nebel)
  • Gewittergefahr

Spricht  der  zuständige  Ruderwart  ein  Ruderverbot  aus,  so  hat  er  dies  im Fahrtenbuch zu vermerken.

(2)       In der Zeit zwischen dem 10.11. eines Jahres und dem Anrudern des Folgejahres (Wintersaison) sind Fahrten mit Kleinbooten  (Einer  und  Riemenzweier)  grundsätzlich  untersagt.  Ausnahmen sind möglich, wenn die Kleinboote durch das Motorboot begleitet werden und gewährleistet ist, dass stets sämtliche Kleinboote in Sicht-  und Hörweite des Motorboots sind.

(3)       Diese  Einschränkungen  gelten  auch  für  die  Benutzung  von  Privatbooten, wenn vom vereinseigenen Steg abgelegt werden soll.

§ 5: Wanderfahrten

Der für eine Wanderfahrt außerhalb der unter § 3 Abs. 5 genannten Ruderstrecke verantwortliche Fahrtenführer holt die Genehmigung eines Vorstandsmitglieds ein. Er legt dabei die über die geplante Ruderstrecke nötigen Informationen dem Vorstand vor und gibt bekannt welche Boote benötigt werden.

§ 6: Bootsordnung

(1)       Einteilung der Boote:

Die Ruderboote des WVW sind in vier Kategorien eingeteilt:

Kategorie 1: Privatboote

Kategorie 2: Boote des Breitensports

Kategorie 3: Boote des Rennsports

Kategorie 4: Boote zur besonderen Verwendung

Über  die  Einteilung  der  Boote  in  die  Kategorien  2,  3  und  4  entscheidet  der Vorstand  nach  Rücksprache  mit  dem  Bootswart,  dem  Ruderwart  und  den zuständigen Trainern.

(2)       Privatboote:

Eine Liste der Privatboote liegt im Bootshaus aus. Privatboote dürfen nur nach Rücksprache mit dem Eigentümer gerudert werden.

(3)       Boote des Breitensports

Alle  Boote  des  Breitensports  müssen  zu  den  allgemeinen  Ruderzeiten  dem zuständigen Ruderwart zur Verfügung stehen. Abweichungen hiervon sind nur nach Absprache mit dem zuständigen Ruderwart möglich. Werden Boote des Breitensports  zu  anderen  Zeiten  als  den  allgemeinen  Ruderzeiten gerudert, so ist dies durch einen Ruderwart im Fahrtenbuch zu bestätigen. § 6 Abs. 4 S. 1 bleibt unberührt.

(4)       Boote des Rennsports

Über  die  Ruderzeiten  entscheiden  die  zuständigen Trainer  nach  Rücksprache  mit  den  Mannschaften. § 6 Abs. 3 Satz 1 ist hierbei zu beachten. Über die Einteilung der Boote auf die Mannschaften  entscheiden die zuständigen Trainer. Die Benutzung der Boote des Rennsports durch Ruderer, die nicht zu den Rennruderer  des  Vereins  gehören,  kann  durch  einen zuständigen Trainer  erlaubt werden. Diese Erlaubnis ist durch diesen Trainer im Fahrtenbuch zu bestätigen.

(5)       Boote zur besonderen Verwendung

Boote zur besonderen Verwendung sind hochwertiges Material. Die Boote sind weder dem  Breiten-  noch dem Rennsport zugeordnet. Über die Verwendung entscheidet ausschließlich der Vorstand in Rücksprache mit den zuständigen Trainern.

(6)       Gesperrte Boote

Die Boote, die zur Zeit  nicht gerudert werden dürfen (Reparatur, Umbau o. ä.), sind  deutlich  sichtbar  am  Lager  bzw.  Aufzug    durch  das  „gesperrt“-Schild gekennzeichnet.

(7)       Bootsverleih

Der  Verleih  von  Booten  an  Vereinsmitglieder  oder  Dritte  zur  Verwendung außerhalb des unter § 3 Abs. 5 bestimmten Ruderreviers bzw. außerhalb von durch  den  Verein  angebotenen  Wanderfahrten  ist  grundsätzlich ausgeschlossen. Über Ausnahmen in Sonderfällen entscheidet der Vorstand.

§ 7: Verstöße

(1)       Bei Verstößen gegen diese Ordnung haftet der Ruderer alleine für eingetretene Schäden.

(2)       Jedes  Mitglied  des  WVW  ist  über  den  Badischen  Sportbund  in  einer Sportunfall-  und  Haftpflichtversicherung  versichert.  Im Übrigen gilt § 14 der Satzung des Wassersport-Vereins Waldshut e.V.

Der Vorstand